Der Ebook Reader wird zum Multitalent mit dem Schwerpunkt Lesen

Juli 18th, 2009 | Tags: , ,

Bei Handys haben wir es erlebt, bei Konsolen kommt es immer mehr durch und bei Mp3-Playern ist es in Teilen so. Die Rede ist von Geräten, die mit einer Ursprungsfunktion starten (Handy=telefonieren, Konsolen=spielen, MP3-Player=Musik hören) und dann durch die Art der Nutzung an Funktionsvielfalt gewinnen. Mit einem Handy kann man spielen, Nachrichten verschicken, Termine und Notizen speichern, Fotos/Videos machen und mittlerweile auch Vokabeln lernen, chatten, Videos gucken (s. IPhone) usw. usf.
Konsolen haben auch ihre Pforten mit einem Internetzugang geöffnet und User können mit ihren Kontrahenten chatten, ihren Ranglistenplatz bewundern, Savegames austauschen etc.

Umso mehr ein technisches Gerät zum Alltag gehört, desto mehr Features verlangen die Nutzer

Es scheint normal zu sein, dass ein technisches Gerät zuerst ein Grundbedürfnis erfüllt und dann abhängig vom Nutzerverhalten, weitere Features erlangt (entweder um eine gewiße Zielgruppe zu bedienen oder einfach nur um konkurrenzfähig zu bleiben). Ich denke eine ähnliche Entwicklung wird es auch beim E-Reader geben. Vielleicht nicht so stark wie beim Handy, aber doch in einem gewißen Umfang und es wird den eReader, so wie wir ihn heute kennen transformieren. Durch diese Transformation wird eine größere Gruppe von Menschen angesprochen werden und der Altersdurchschnitt sicherlich gesenkt oder stark ausgeweitet werden (wenn man davon ausgeht, dass der derzeitige Käufer im Schnitt 35 Jahre alt ist und mehr jüngere, sowie ältere Menschen durch eine Transformation daran Interesse finden).

Beim Handy war es nicht anders, Business-Leute im mittleren Alter mit höherem Gehalt als der Durchschnitts-Bürger, waren die Hauptkonsumenten. Im Laufe der Zeit fielen die Preise und die Handys wurden kleiner. Für Jugendliche und junge Erwachsene war die SMS-Funktionalität die Killer Funktion, die das Handy in der breiten Masse etabliert hat, durch die Große Sättigung wurde es zu einem Standard (wie Fernseher und Radio) und plötzlich hatte jeder eins.

Ich bin noch nicht 100% überzeugt, dass in 10 Jahren jeder mit einem eReader in seiner Tasche rumlaufen wird. Aber zumindest glaube ich, dass der Siegeszug des eReaders noch weitaus größere Wellen schlagen und eine viel größere Gruppe von Menschen unter sich begraben wird (natürlich im positiven Sinne). Man darf den elektronischen Leser nicht unter heutigen Gesichtspunkten betrachten. Es ist soviel mehr möglich, als bislang umgesetzt, soviele Revolutionen, die bislang noch nicht mal erdacht wurden. Der Schwerpunkt wird auf einem eReader auch später noch das Lesen sein, aber ähnlich wie beim Handy wird er darüber hinaus noch einiges mehr können.

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